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42. ADAC Zurich 24h-Rennen vom 21. bis 22. Juni 2014.

Sieg beim traditionsreichen 24h-Rennen in der „Grünen Hölle“. Spannung bis zur letzten Sekunde!

Sieger der Klasse V4 bei einem der schwersten Langstreckenrennen der Welt, dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, ist das Team AutoArenA Motorsport. In einem an Spannung und Dramatik nicht zu überbietenden Rennen konnte sich das Assenheimer-Mulfinger-Mitarbeiterteam gegen sechs BMW durchsetzen!

Mit diesem Erfolg kann sich das Team AutoArenA Motorsport zum dritten Mal als Klassensieger in die 42-jährige Geschichte des traditionsreichen 24h-Rennen eintragen. Das bewährte Fahrertrio Patrick Assenheimer, Marc Marbach und Hannes Pfledderer gab alles. Das spannendste Rennen, das das Team in den vergangen sieben Jahren auf der Nordschleife erlebt hat. Doch zurück zum Beginn.

Es war eine lange Woche, die mit der Anreise der Vorhut am Montag begann. Zeltaufbau, Box einrichten und Fahrzeugabnahme standen an. Nach und nach trafen Fahrer und weitere Teammitglieder ein, so dass am Donnerstagnachmittag das erste freie Training stattfinden konnte. Alles lief gut. Ab 19 Uhr begann das Qualifying. Trotz der dabei aufgetretenen Elektronikprobleme wurden die Pflichtrunden erfüllt. Dann war „schrauben“ angesagt. Durch den unermüdlichen Einsatz von Team und Helfern gelang es in der Nacht, dass das Fahrzeug um 4:30 Uhr fahrbereit in der Box 16 stand.
Beim zweiten Qualifying am Freitag konnten die Fahrer positive Rückmeldungen geben „alles läuft wieder rund, alles i.O!“. Das Ergebnis war der zweite Startplatz in der Klasse V4, Gesamtplatz 132. Auf das Warm-up am Samstagmorgen wurde verzichtet, da es keinen Grund für weitere Testfahrten gab.

Gegen 14 Uhr war es dann soweit. Die Fahrzeuge konnten die Boxengasse verlassen und zur Startaufstellung fahren. Wie an Langstreckenrennen üblich, begleiteten Fans, Freunde und Teammitglieder die Fahrer zu ihren Fahrzeugen. Auf der Start-Ziel-Gerade befanden sich tausende Motorsportfans.

Um 15:40 Uhr begann die Einführungsrunde für die erste Startgruppe, zeitversetzt folgte die zweite und dritte Gruppe. Der Start erfolgte pünktlich um 16 Uhr. In der dritten Startgruppe konnte Startfahrer Hannes Pfledderer dann um 16:07 Uhr die 24-Stunden-Hatz in der „grünen Hölle“ beginnen.
Die Anfangsphase verlief sehr turbulent. Es gab viele durch Unfälle verursachte Gelb- und Doppelgelbphasen. Durch einen superschnellen Boxenstopp und sehr schnelle Runden konnte sich Patrick Assenheimer kurz nach 19 Uhr auf Platz 1 vorarbeiten.

Die Teams der Klasse V4 schenkten sich nichts. Auch Marc Marbach fuhr während seinem Stint am Limit.

Um 22:30 dann die erste Schreckensmeldung: Hannes Pfledderer wurde hinten rechts getroffen, Einschlag in Leitplanke und Reifenstapel. Es gelang ihm wieder auf die Strecke zu kommen und in die Box zu fahren. Zum Glück handelte es sich um einen bereits geplanten Boxenstopp, so dass es zu keinem größeren Zeitverlust kam. Der Schaden wurde begutachtet und mit Tape notdürftig repariert. Die komplette linke Seite zeigte Spuren des Einschlags. Das hintere Seitenfenster wurde dabei beschädigt und ist später beim Fahren in die Tür gerutscht; ab dann „Dauerlüftung“. Zum Glück blieb es bei dem für die Eifel untypischen schönen, trockenen Wetter.

Nach der Reparatur übernahm Patrick Assenheimer das Steuer. Kaum war der erste Schreck verdaut, kam über Funk die Meldung: „vorne rechts wurde ich abgeschossen, während einer Doppelgelbphase“. Glück im Unglück: das Fahrzeug konnte mit eigener Kraft die Box erreichen. Nach einer kurzen Analyse stand fest: ab in die Box, das Axialgelenk (ein Lenkungsteil) musste ausgetauscht werden. Die Techniker konnten in Rekordzeit den Schaden beheben und nach 10 Minuten verließ das Fahrzeug die Box. Natürlich war der 1. Platz dahin, und man musste sich auf den zweiten Platz hinter #184 Adrenalin-Motorsport einordnen.

Sehr viele Gelb- und Doppelgelbphasen kosteten viel Zeit. Der Rückstand lag zwischenzeitlich bei über sieben Minuten. Daraufhin wurde die Taktik geändert. Doppelstints wurden gefahren und das Technikteam zeigte tolle Leistungen durch schnelle und perfekte Boxenstopps. Allein beim Bremsscheibenwechsel wurden dem Erstplatzierten 3 Minuten abgenommen. Die Fahrer trugen mit hervorragenden Top-Rundenzeiten dazu bei und wandelten den Rückstand in einen Vorsprung von 2 Minuten um. Ab 6:30 Uhr war es dann soweit, Platz 1 der Klasse V4 war erreicht.

Von da an schwankte der Vorsprung im Sekundenbereich - mal mehr, mal weniger. Gegen 10 Uhr fing das Rechnen an und die Taktik wurde wieder geändert. Der Grund: die Fahrer dürfen maximal drei Stunden hinter dem Lenkrad bleiben In dieser Zeit können maximal zwei Mal acht Runden gefahren werden. Mit einer Tankfüllung sind jedoch neun Runden möglich. Die Folge wäre ein Boxenstopp mehr, der beansprucht kostbare Sekunden.
Gegen 15 Uhr hatte man einen Vorsprung von 3,5 Minuten. Im Grunde sollte nichts mehr schiefgehen, der Klassensieg war am Horizont zu sehen.
Bis um 15:35 Uhr von Patrick die Meldung kam: Getriebeprobleme, kein Schalten mehr möglich!

Mit einem Schlag war der 1. Platz in unendliche Ferne gerückt.
In Absprache mit den Teamchefs Heiko Kübler und Walter Steinle kam die Entscheidung: mit dem 6. Gang das Rennen zu Ende zu fahren. Die nervenaufreibenden letzten 20 Minuten begannen. Der Zeitvorsprung schmolz dahin. Rein rechnerisch wäre maximal der zweite Platz möglich gewesen. Unerwartet war dann beim direkten Konkurrenten #184 ein Boxenstopp notwendig. Mit jeder Sekunde, die das „Adrenalin-Team“ in der Box stand, stieg unsere Siegchance. Die Sekunden vergingen wie in Zeitlupe als endlich um 16 Uhr das Rennen beendet und Patrick Assenheimer mit der schwarzweiß karierten Flagge als Klassensieger abgewunken wurde.

Klassensieg nach 24 Stunden – 130 Runden – 3.299 km – mit 3:32 Minuten Vorsprung! Große Erleichterung, alle lagen sich in die Armen, es gab Freudentränen.

Diese unbeschreibliche Erleichterung und die enorme Freude werden einem deutlich, wenn man die Stimmen von Fahrern, Teamchefs und Teammitgliedern hört:

„Ein geniales, überragendes Wochenende. Uns wurde zu keiner Zeit etwas geschenkt. Man hat gemerkt, dass 24 Stunden wirklich verdammt lang sein können und wie nah Freude und Leid zusammen sind. Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen, der dazu beigetragen hat!“

„Dieses Wochenende muss man erst verdauen. Ich denke vieles wird uns erst in ein paar Tagen und Wochen bewusst. Die Leistung von allen, damit meine ich auch Küche, Presse und die Daheimgebliebenen, war einzigartig und genau das ist es, was zählt, denn das sind wir. Auch von mir: „Danke Jungs und Mädels für das beste 24h-Rennen, das ich bis jetzt erleben durfte.“

„ Uff, dieses Rennen muss sich erst mal setzen. Ich bin immer noch total überwältigt, was eine Achterbahn der Gefühle! Wenn man überlegt, dass unser Rennen am Samstagabend innerhalb kürzester Zeit zwei mal hätte vorbei sein können, danach dann eine fantastische Aufholjagd, unfassbare Zeiten und Boxenstopps und dann die nervenaufreibendste letzte halbe Stunde, die ich im Rennsport erlebt habe. Es fällt mir schwer, das Erlebte in Worte zu fassen … Fakt ist, dass das Team einen Riesenjob gemacht hat und wir den Sieg sowas von verdient haben. Ihr seid Super: Danke an „meine Jungs“ von der Technik – „der Gerät“ läuft und läuft und läuft …. Und die Boxenstopps, vor allem der letzte mit Bremsbelägen wechseln, war wirklich beeindruckend! Der Dank geht natürlich auch an meine schnellen Fahrerkollegen – Patricks Doppelstint in den frühen Morgenstunden war genial – Hut ab! Nicht zu vergessen die Küchencrew, unsere Presse, die Organisation und alle die dahinterstehen und uns dieses fantastische, unvergessliche Erlebnis ermöglicht haben! Das war jetzt mein neuntes 24-Stunden-Rennen, der 4. Sieg, aber keiner war so schön wie dieser!
In diesem Sinne: „ein Hoch auf uns!“

„24 Stunden lang haben wir alle nur richtige Entscheidungen getroffen. Es hätte, so glaub ich, keine anderst oder später getroffen werden dürfen!“      „Es lässt sich schwer in Worte fassen, was für ein 24h Rennen hinter uns liegt! Alle Höhen und Tiefen!!! Emotionen pur....
Und am Schluß der verdiente SIEG!!!

Von mir ein HERZLICHES DANKESCHÖN an jeden Einzelnen, der dazu beigetragen hat, dass dieses Rennen unvergesslich bleibt!!

An diejenigen, welche zuhause alles Super vorbereitet haben, die klasse Truppe, welche eine Woche oben war und alles auf- und abgebaut hat, unser perfektes Presseteam, unserem schnellen Shuttleservice, unseren hübschen Gridgirls, unserem genialen Küchenteam, und natürlich unserem überragenden Technikteam und den sensationellen Fahrern, welche wirklich, alles gegeben haben!!!!!

Wir, als Team, haben diesen Sieg geholt!!!!!! Wir können stolz auf uns sein!!! Wir sind etwas Besonderes!!! Vielen Dank!“

 
Ergebnis Klasse V4:     Gesamt: Runden: Zeit:
1. #186 Team AutoArenA Motorsport   63.     130  23:53:47.689
(Assenheimer/Marbach/Pfledderer)
Schnellste Runde: 10:16.372

2. #184 Adrenalin-Motorsport       64.     130  23:57:20.308
(Unger/Konnerth/Schettler/Bombosch)
Schnellste Runde: 10:17:372

3. #190 Sorg Rennsport     82.       123  23:55:56.771
 (Pihotalo/Koldits/Liidemann)
 Schnellste Runde: 10:39.316


Das Team am Wochenende:

  • Dirk Assenheimer
  • Monika Assenheimer
  • Patrick Assenheimer
  • Frank Arnold
  • Louisa Baum
  • Chris Grauf
  • Getuar Hassan
  • Harald Kelber
  • Anja Klar
  • Heiko Kübler
  • Frank Liebsch
  • Bernd Marbach
  • Marc Marbach
  • Susanne Marbach
  • Samir Mulaomerovic
  • Melanie Neuberger
  • Ikaro Neureuther
  • Hannes Pfledderer
  • Cassandra Richlik
  • Stefan Schmidt
  • Elke Schock
  • Jana Schock
  • Jan-Marc Soutschka
  • Margit Spohrer
  • Lars Steinle
  • Walter Steinle
  • Erika Thullner
  • Markus Titschka
  • …. und viele weitere Helfer


Ein herzliches Dankeschön an Alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Und schon steht das nächste Rennen an: 5. VLN-Lauf am 5. Juli 2014

Unterstützung erhält das Team von starken Partnern:AssenheimerMulfinger, KSPG AG (Kolbenschmidt–Pierburg), Läpple AG, Fuchshofer GmbH CAM-CNC Präzisionstechnik, Maier Machines & Robotics, Marbach Concepte, Veith KG, Volksbank Heilbronn, Dieter Kehl Werbeartikel , KHI GmbH & Co. KG, Kölle-Zoo, Distelhäuser Brauerei , HVG (Heilbronner Versorgungs GmbH), Dekra, ILKA-Chemie, Federmann EURONICS XXL, H+P Gerüstbau, Zabel Kälte- & Klimatechnik, SIB Elektrotechnik, AMS Management, Rücker, Bäckerei Trunk, hms easy-stretch, Parfümerie Akzente